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Heilpflanzen (24)

Kräuter, Wildkräuter, Gemüse oder Gewürz

Eine Heilpflanze ist eine Pflanze, die wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken bzw. zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Heilpflanzen" ist hierbei ein Sammelbegriff. Sowohl Kräuter, als auch andere der Heilung dienende Pflanzen fallen hierunter. Heilpflanzen können neben dem Kauf in der Apotheke, Reformhaus oder Kräuterladen "wild wachsend"** gesammelt" werden, oder im Hausgarten angepflanzt, um als Hausmittel vorbeugend oder bei Krankheiten zur Verfügung zu stehen. Heilpflanzen können vielseitig verwendet werden. So werden sie auch neben der medizinischen Verwendung in der Küche als Kräuter, Wildkräuter als Gemüse oder Gewürz eingesetzt. Ein Beispiel wäre hier der Lavendel....eine Heilpflanze, aber der Lavendel ist auch als Gewürz verwendbar. Die Brennnessel ist ein weiteres gutes Beispiel. Als Wildkraut z.B. als Spinat  zubereitet eine Delikatesse! Als Heilfplanze unverzichtbar bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege und als Unterstützung bei der Behandlung von Nierengrieß.

Je nach Einsatzgebiet, Zubereitung und Verwendung haben so die meißten Pflanzen unterschiedliche Wirkweisen und Inhaltsstoffe.

**Heilpflanzen und Kräuter sammelt man nur mit Sachkenntnis und nur dort, wo eine hohe Nitratbelastung, Überdüngung, Straßenverkehr usw. ausgeschlossen werden kann. Man sammelt nur geringe Mengen für den Eigenbedarf. Ein Anbau von Wildpflanzen + Kräutern im eigenen Garten ist zu bevorzugen.

Bitterer Fenchel bei einfacher Erkältung und Husten

Als Beimischung von Hustentee, als Gewürz und schmackhafte Knolle ist Fenchel bekannt. Auch bei leichten krampfartigen Magen-Darmbeschwerden und Blähungen kann Fenchel hilfreich sein. Das ätherische Öl des Bitteren Fenchel kann man sich bei zähem Husten zu Nutze machen. Als Tee zusammen mit anderen Kräutern wie z.B. Mädesüss und Thymian bekommt man einen schmackhaften kleinen Hustenhelfer zur Hand.

Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen kann ein Bio-Salbei-Tee zum Gurgeln hilfreich sein. Hierzu wird einfach mit frischen, oder getrockneten Blättern von Salbei ein Tee zubereitet Nach dem Abkühlen kann dieser Tee zum Gurgeln + Spülen von Mund und Rachen verwendet werden. Salbei hat eine desinfizierende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung af die Schleimhäute. Heiserkeit, Husten, Fieber und Halsschmerzen können somit gelindert werden. 

Tee zum Gurgeln:

Ca. 2 TL getrockneten Salbei, oder 8 - 10 frische Blätter mit kochendem Wasser (200 ml) übergießen und 10 Minuten "abgedeckt" ziehen lassen. Danach abseien und lauwarm oder kalt zum Gurgeln verwenden.

Gemeine Nachtkerze

Am Abend öffnen sich die hübschen leuchtenden Blüten binnen weniger Minuten zur Freude von nachtaktiven Faltern. Sie blühen die ganze Nacht hindurch und erst bei Sonnenaufgang schließen sich die Blüten wieder. 

Das wertvolle Nachtkerzen-Öl wird aus den schwarzen Samen gewonnen und ist vor allem im Kosmetikbereich zur Hautpflege, bei Hauterkrankungen und zur Vorbeugung der Arteriosklerose sehr gefragt. Essbar sind die Wurzeln der Pflanze und die Blüten. Die enthaltene Gammalinolsäure, fettes Öl und Vitamin E machen die Nachtkerze zu einer wertvollen Pflanze.

Bohnenkraut gehört zu den mediteranen Gewürzen, wie auch Salbei, Thymian, Rosmarin usw.. Bohnenkraut ähnelt im Geschmack und Geruch dem Thymian. Das Gewürz macht Speisen mit Hülsenfrüchten wie z.B. Bohnen, Linsen, Erbsen etc. bekömmlicher und kann so Magen- und Darmbeschwerden wie z.B. Blähungen vorbeugen. In Kräuterbutter und Quarkspeisen passt Bohnenkraut ebenso gut, wie in mediteranen Gerichten. 

 

Ein Duft und Geschmack für die Sinne

Ein leicht süßliches Aroma, das an unseren Salbei erinnert, entführt mit seinem Aroma und lieblichen Geschmack gedanklich in die wärmende Bergwelt Griechenlands. Dort ist der Tee für seine besonders wohltuende Wirkung bekannt und ist seit altersher ein Haus- und Heilmittel. So soll er einen gesunden Schlaf fördern, für Entspannung sorgen und ähnlich wie unser Johanniskraut stimmungsaufhellend wirken. Studien, wonach dieser Tee regelmäßig getrunken, bei Alzheimer helfen soll laufen an der Universität Rostock. Weiterhin soll er entzündungshemmend wirken und kann z.B. bei Wunden als Umschlag aufgelegt werden. Auch soll er die die Magen- und Darmschleimhaut regenerieren. Er vermag den Blutdruck zu senken und kann bei Erkältungskrankheiten schleimlösend wirken.

Den Tee kann man sehr gut abends genießen. Mit Zitrone und Honig verfeinert, ist dieser Tee etwas ganz besonderes. Kalt oder warm getrunken, ist er ein Genuss.

Selbstgemachter Hustensirup aus ausgewählten Heilpflanzen

 

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Schlüsselblume bei festsitzenden Sekreten

In der Heilkunde werden die Wurzeln und der Blütenkelch der Pflanze verwendet. Sie wirken wegen ihrem Gehalt an Saponinen (Seifenstoffe) schleimlösend. Bei Bronchialkatarrhen, Fieber und Erkältungen kann diese Pflanze gute Hilfe leisten.  Bei Mischungen von Hustentees sollte man die Schlüsselblume nicht vergessen.

Ein Drei-Kräuter-Hustentee könnte so aussehen:Zwei Teile Schlüsselblumenwurzel und ein Teil frisch zerstoßene Fenchelfrüchte sowie Malvenblätter.

Alles miteinander mischen und zwei Teelöffel der Mischung mit einem 1/4 Liter kochendem Wasser 10 Minuten ziehen lassen. Danach abseien.....etwas Honig wer mag. 3 Tassen der Mischung am Tag.

-----> zum Pflanzenportrait

Der Hustensirup ersetzt nicht den Besuch beim Arzt! Bei starkem Husten, länger andauerndem Husten, Husten mit Auswurf, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sollte ein Arzt augesucht werden!

Hinweis: Alle Informationen auf diesen Seiten sind sorgfältig erwogen und geprüft und nach bestem Wissen und Gewissen wiedergegeben worden. Die Hinweise zu den Heilwirkungen von Pflanzen und anderen Produkten ersetzen aber keineswegs die Hilfe und den Rat eines Heilpraktikers, Apothekers oder Arztes

Schlüsselblume im Hustentee

In der Heilkunde werden die Wurzeln und der Blütenkelch der Pflanze verwendet. Sie wirken wegen ihrem Gehalt an Saponinen schleimlösend. Bei Bronchialkatarrhen, Fieber und Erkältungen kann diese Pflanze gute Hilfe leisten.  Bei Mischungen von Hustentees sollte man die Schlüsselblume nicht vergessen. Auch bei Gelenkbeschwerden, Nieren und Blasenleiden kann ein Tee zum Einsatz kommen. Die Blüten riechen und schmecken süßlich. Sie sind zwar essbar und verzieren Salate, oder Kräuterbutter. Allergiker sollten aber lieber die Finger davon lassen!  Die Wurzel schmeckt leicht bitter und riecht nach Anis. In der Natur dürfen Schlüsselblumen nicht gesammelt werden, da die Pflanze unter Naturschutz steht!

Ein zartes Pflänzchen

Lein wollte ich beim Wachsen und Blühen mal genauer betrachten und habe Leinsamen nach dem Frost in mehrere Pflanzkübel ausgesät. Völlig unproblematisch sind die zarten Pflänzchen gewachsen. Wasser und ab und an etwas verdünnte Brennnesseljauche als Dünger waren ausreichend. Im Sommer konnte ich mich an den feinen hübschen, blauen Blüten erfreuen und im Herbst konnte ich die kleinen Samen ernten. Den Großteil der Samenkapseln habe ich natürlich für die Vögel stehen lassen, ich denke, sie haben sich darüber gefreut.

Leinsamen und Leinöl:

Aufgrund des hohen Ölgehaltes in den Früchten zählt der Lein, wie auch der Raps, Hanf und Mohn zu den Ölpflanzen. Außer dem Öl wir die Pflanze auch als Faserlieferant genutzt, um daraus Kleidung herzustellen.  Leinöl wird durch Pressen oder Extraktion aus den Leinsamen gewonnen. Speiseöle werden schonend kaltgepresst.  Öle für technische Zwecke (Farben + Lacke/Pflege) werden heiß aus den Leinsamen gepresst.  Ein besonders hoher Anteil an Linolensäure in dem Öl (Essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren) wirkt stark entzündungshemmend und ist daher besonders gesund. Aufgrund der vielen ungesättigten Fettsäuren reagiert Leinöl besonders empfindlich auf Luft und Licht, kann schnell ranzig werden und muss daher entsprechend geschützt dunkel und kühl gelagert werden.

Eiweissreich und jede Menge Omega 3 Fettsäuren.

Der berühmte, griechische Arzt der Antike, Hippokrates (geb. 460 v. Chr.) empfahl damals bereits im Altertum die Einnahme von Leinöl bei Bauchweh und Durchfall. Auch Hildegard von Bingen und Paracelsus wußte um die Wirkung. Mittlerweile weiß man, warum Leinöl so gesund ist: Leinöl schützt das Herz, senkt den Cholesterinspiegel, lindert Entzündungen und wirkt sogar vorbeugend gegen Depression. Arzneilich werden vor allem die getrockneten Leinsamen bei Magen- und Darmproblemen genutzt. Die Leinsamen können vor der Nutzung geschrotet, oder gepresst werden. Leinsamen gilt mit seinen Quelleigenschaften als sanftes Abführmittel.  Die Schleimstoffe dienen als „Gleitmittel“ während der Darmpassage. Auch für eine gereizte Magen-Darm-Schleimhaut erfüllt der Schleim eine sanfte und natürliche Schutzfunktion. Mit Recht wurde 2005 Lein zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Die Deutsche Herzstiftung, DGE, Dr. J. Budwig und zahlreiche andere Ernährungswissenschaftler weissen seit langem darauf hin, dass ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung das Risiko für Herzkrankheiten senken kann. Eine Einnahme von Leinöl nach dem Essen kann "Blutzuckerspitzen" senken. Die wichtigsten gesunden Fette sind die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese wertvollen Fettsäuren sollten in einem ausgewogenem Verhältnis zueinander stehen. Der Körper benöitigt diese Fette für den Stoffwechsel und die Elastizität jeder einzelnen Zellmembran. Das Besondere am Leinöl ist, das es ein sehr günstiges Mischungsverhältnis dieser beiden Fettsäuren und außergewöhnlich viel von der Omega-3-Variante Alpha-Linolensäure enthält. Auch enthält Leinöl sogenannte Lignane (Phytohormone, die dem menschlichen Hormonhaushalt ähneln) und sanft, regulierend und ausgleichend in den Hormonhaushalt einwirken können.

 

Wohltuend bei Magen- und Darmbeschwerden

Die krampflösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften sind wegen des Inhaltsstoffs Chamazulens (derselbe Wirkstoff wie bei der echten Kamille) bei Magen- und Darmbeschwerden wohltuend und hilfreich. Sie kann auch bei Appetitmangel, Gallenproblemen sowie bei Menstruationsbeschwerden und Frauenleiden eine hilfreiche Heilpflanze sein.

Ein Leberwickel mit einem Sud aus Schafgarbe unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion. In der Volksmedizin findet sie bei Krampfadern, Durchblutungsstörungen, Wundbehandlung und Blutungsstillung sowie bei Migräne Anwendung. Die zarten Blatttriebe sind essbar und können in der Wildkräuterküche z. B. im Kräuterquark, einfach so auf`s Brot oder im Smoothie Verwendung finden.

Wirkung: blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, hormonausgleichend, krampflösend, gefäßtonisierend

Anwendung: Tee, Tinktur, Wildkräuterküche

Kräuter-Honig-Hustensaft mit Honig

Zutaten:

Honig ( Akazienhonig der als Hustenstiller bekannt ist, oder einen anderen "flüssigen" Honig aus dem Glas)

Bio-Salbei

Thymian oder Zitronen-Thymian

Fenchel

Glas mit Deckel

Die trocknenen Kräuter in ein Glas geben und mit Honig auffüllen. Das Glas in ein Wasserbad stellen und vorsichtig erwärmen. Nicht zu heiß werden lassen, damit die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs nicht zerstört werden. Den Honig 3 bis 4 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. Danach noch einmal in ein Wasserbad geben und den flüssigen Honig abseien.

Bei Kratzen im Hals und bei Husten 1 EL Honig einnehmen

Tipp: Zum Gurgeln oder Spülen von Mund und Rachen bei Schleimhautentzündungen und Halsschmerzen kann Bio-Salbei hilfreich sein. Hierzu wird mit Salbei ein Salbeitee zubereitet, der dann nach dem Abkühlen zum Gurgeln verwendet werden kann.

Sonnenhut, Echinacea purpurea

Zu Arzneizwecken wird das Kraut und die Wurzel verwendet. Echinacea kann aktivierend auf das Immunsystem wirken. Man nimmt Echinacea gerne zur Vorbeugung von Erkältungen.


Kieselsäurelieferant

Ein Tee richtig zubereitet ist ein guter Kieselsäurelieferant.  Er wirkt entwässernd, entschlackend und harntreibend. Früher wurde die Pflanze zum Putzen von Zinngeschirr verwendet, daher auch der Name "Zinnkraut". Heute wird diese Pflanze gerne bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß verwendet.  Bei Ödemen, die nach Verletzungen aufgetreten sind, bei rheumatischen Beschwerden und zur Entwässerung wird Schachtelhalm gerne empfohlen. Auch werden die blutstillenden Eigenschaften z.B. bei Nasenbluten und zu starker Periodenblutung geschätzt. Acker-Schachtelhalm kann weiterhin die körpereigeenen Abwehrkräfte anregen und das Immunsystem stärken. Wegendes hohen Kieselsäuregehaltes gilt die Pflanze als Gewebestraffer für alle Stützgewebe und Bänder, außerdem hat Schachtelhalm einen positiven Effekt auf trockene Haut und brüchige Fingernägel.

Gesunde Power vom Wegesrand:

7 von mir ausgewählte bekannte Heil-Kräuter für die Hausapotheke.

Mein Artikel für die Betriebskrankenkasse der R+ V.

Text + Fotos M. Sachs

 

Prellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen

Die Natur und insbesondere die Heilpflanzen zeigen sich gerne als Lehrmeister, die uns mit Rat und Tat auf unseren Wegen begleiten.

So zeigen sich Heilfplanzen mit Vorliebe demjenigen, der sie gerade für seine Gesundheit, oder Wohlbefinden benötigt. Überraschenderweise zeigen sich sehr oft Zusammenhänge, wo es sich oft lohnt eine Pflanze und deren Heilwirkung genauer zu betrachten.

Schon im Altertum wurde Beinwell bei Muskelschmerzen und sogar Knochenbrüchen eingesetzt. Damals war bereits bekannt, dass die Pflanze schmerzlindernd und wundheilungsfördernd wirkt.

Heute setzt man die Heilpflanze medizinisch bei Entzündungen, Prellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen ein. Zur Herstellung von Beinwell-Cremes und -Salben sowie -Umschlägen werden die Wurzeln sowie der Wurzelstock und gelegentlich auch die oberirdischen Pflanzenteile verwendet. Eine  Abkochung aus 1 Teil getrockneter Wurzel auf 10 Teile Wasser kann für warme Umschläge verwendet werden. Alternativ bekommt man in der Apotheke Creme und Salben mit Beinwell-Extrakt. Bei der Auswahl der fertigen Salben gibt es z.B. die gut verträgliche Salbe Traumaplant.  Bei Muskelschmerzen,  Verspannungen, steifer Hals durch Zugluft u.v.m. kann diese Salbe eine Linderung bringen. Mir gefällt, dass bei der Herstellung der Traumaplant-Salbe (wie auf der Webseite beschrieben) sowohl beim Anbau als auch bei der Ernte, der Nachhaltigkeit oberste Priorität eingeräumt wird. So wird z.B. beim Anbau der Arzneipflanze bewusst auf den Einsatz von Pestiziden, Herbiziden und künstlichem Dünger verzichtet. Angebaut wird in einer Klostergärtnerei im bayerischen Voralpenland. Die Blüten und Blätter werden von Hand geerntet, wobei der Natur nur so viel entnommen wird, wie auch wieder nachwächst. Wirkstoff: Beinwell-Zubereitung (Zubereitung aus frischem Symphytum x uplandicum-Kraut).

www.klosterfrau.de und  www.traumaplant.de  (Rezension)

Große Bestände von Beinwell habe ich in Bad Zwischenahn und entlang der Elbe gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beinwell + Engelwurz entlang der Elbe

Heilpflanze, Kosmetik und duftendes Gewürz
 
Schon in der Antike war die Rose als Heilpflanze, als Gewürz und in der Kosmetik (z.B. zur Parfümherstellung) beliebt und bekannt. Hierzulande wurde sie in den Kostergärten angebaut und in der Klostermedizin als ein wichtiges Arzneimittel genutzt. Die Blütenblätter der Hundertblättrigen Rose (Rosa centifolia), der Hunsdsrose (Rosa canina) aber auch der edlen Damazener Rose (Rosa damascena) sind ein sehr altes Arzneimittel. Sehr bedeutend war das Rosenöl. Es bildete die Grundlage für viele Arzneimttel sowohl äußerlich als auch zur innerlichen Anwendung. Vermischt mit Wachs und Harz und weiteren Kräutern wurde es damals zur Wundheilung genutzt. Auch heute ist die Rose immer noch ein offizielle Arzneipflanze, sie wird allerdings nur noch selten genutzt.

Dank ihrer Ätherischen Öle und Gerbstoffe kann ihre Wirkung adstringierend und entzündungshemmend sein. So nützt sie bei leichten Schleimhautentzündungen von Mund und Rachen nachweislich zusammenziehend. Man sagt ihr nach, sie könne bei leichten Herzbeschwerden, Kopfschmerzen, schlecht heilenden Wunden, leichten Verbrennungen, Augenschmerzen, Durchfall, Magenkrämpfen, Leberschwäche, Heuschnupfen und Schwindel eingesetzt werden. Außerdem wird sie in manch Literatur bei Wechseljahrsbeschwerden empfohlen, da sie sie einen Östrogenmangel ausgleichen könnte.

Es gibt zahlreiche Rezepte und Anwendungsmöglichkeiten. Jedenfalls ist ein Tee aus Rosenblüten auch ganz ohne Beschwerden einfach nur wohltuend, nervenstärkend und entspannend.

Rosenblütentee

Hierzu kann man 1 Esslöffel (2 g) getrocknete Rosenblüten (ungespritzt/Bioqualität) mit 1 großen Tasse (250 ml) heißem Wasser überbrühen. Den Tee etwa 10 Minuten ziehen lassen, damit sich die Gerbstoffe möglichst vollständig herauslösen können. Dann die Blüten anschließend durch ein Teesieb absieben. Man kann täglich bis zu 3 Tassen Rosenblütentee trinken.

Viele Wildrosen wie Apfel-, Kartoffel- oder Hundsrose setzen nach der Blüte Hagebutten an, die im Spätsommer und Herbst reifen. Jetzt im Herbst,  sieht man die schönen, roten Hagebutten schon von Weitem leuchten. Die Rosenfrüchte verfügen über einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt und lassen sich frisch zu köstlicher Marmelade, Saft oder Mus sowie getrocknet zu Tee, oder Pulver verarbeiten. Die wohl bekannteste Wirkung ist ihre Anwendung bei Erkältung, Arthrose und Rheuma. Hagebuttenpulver wird nach gesagt, dass die Einnahme des Pulvers ein wirksamer Schutz vor Arteriosklerose und Schädigungen des Knorpelgewebes sei.

Ein selbst gemachter Hagebuttentee kann also gerade jetzt in der Erkältungszeit sehr hilfreich sein :-).  Die Früchte werden nach dem Sammeln  frisch verarbeitet, oder im Ofen oder einem Dörrgerät getrocknet. Die Zubereitung von frischen Hagebutten zu einem Tee ist ganz einfach. Einige Fruchthälften mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Danach den Tee durch ein Sieb mit einem Küchentuch abseien, damit  Rückstände und besonders die Härchen nicht mit in die Tasse geraten. Nach Wunsch z.B. mit Honig süßen und heiß oder kalt genießen. Der Tee erhält eine leicht orangene Farbe und ist mild im Geschmack. Bei den gekauften Hagebuttentee ist oft noch Hibiskustee mit enthalten, der dann für die typisch rote Farbe verantwortlich ist.

Einen interessanten Bericht über Hagebuttenpulver habe ich in der Pharmazeutischen Zeitung gefunden: Untersuchungen haben neuerdings gezeigt, dass das standardisierte Pulver aus Samen und Schale der Hagebuttenfrüchte bestimmte Funktionen der Leukozyten, die bei der Arthrose zu Entzündungen und Gewebeschädigungen führen können, normalisieren kann. Ferner weisen die Daten darauf hin, dass das Pulver antioxidativ und membranstabilisierend wirkt und dadurch den Aufbau und den Zerfall des Knorpelgewebes beeinflusst.

/Quelle: Hagebutte auf dem Prüfstand/ http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2581)

Ein weiterer interessanter Artikel "Wildobst voller Vitamin C" https://www.biothemen.de/Qualitaet/beeren/beeren2.html

 

Vogelmiere

Vogelmiere hat einen angenehmen, mildwürzigen Geschmack. Sie enthält reichlich Vitamin C und soll den Stoffwechsel und die Verdauung unterstützen und wegen ihrem hohen Gehalt an Saponinen schleimlösend und harntreibend wirken. Bei Hautausschlägen und bei rheumatischen Beschwerden kann Vogelmiere als Tee getrunken oder als Aufguss ins Badewasser gegeben werden. Man kann sie so roh aufs Butterbrot essen, im Salat, im Smoothie, Kräuterquark, als Pesto usw. verarbeiten, oder man stellt aus ihr eine Salbe her, der man nachsagt, sie würde bei allerlei Hautproblemen, wie z.B. Schuppenflechte + Ekzemen helfen. Selbst jetzt im Winter findet man die Vogelmiere, die zu unrecht als Unkraut bezeichnet wird, fast überall. Sie wächst sogar unter der Schneedecke und zeigt somit an, wo es wärmer ist, so z.B. um den Kompost herum, ganz nahe an den Zaunlatten und am Boden des Gewächshauses, in Hochbeeten, oder Blumenkübel. Hier sind die Bedingungen geradezu ideal. Sie liebt nährstoffreichen Boden und zeigt geomantische Stellen an, über denen der Mensch nicht ruhen sollte. In roher Vogelmiere finden wir Aucubin**, ein Glykosid, welches das Immunsystem stärkt und dem vorzeitigen Alterungsprozeß entgegenwirkt. Vogelmiere enthält wie alle anderen Wildkräuter ein Vielfaches an pflanzlichem Eiweiß,  Kalium, Vitamin C und  Vitamin A.  Sie enthält weiterhin Phosphor, Magnesium, Kupfer und Silizium als Kieselsäure.

 

**Aucubin

Aucubin findet sich neben anderen Iridoidglycosiden im Kraut (2%) und im Saft des Spitzwegerichs (Plantago lanceolata L.). Der Saft wird als Wundheilmittel eingesetzt, welches Entzündungen hemmt. Dem Aucubin wird die antibakterielle Wirkung dieses Saftes zugeschrieben. Darüber hinaus sind die Wirkung der Iridoide und damit auch die des Aucubins auf den Menschen unbekannt.

Desweiteren findet sich Aucubin in Mönchspfefferfrüchte (Vitex agnus-castus L.), Augentrostkraut (Euphrasia rostkoviana Hayne) und in der Wollblume (Verbascum thapsus L.). Traditionell werden die Extrakte der Pflanzen als Schmerz- und Hustenmittel verwendet.

Quelle: Aucubin in Naturstoffwiki

 

 

Mit gesammelten Herbstschätzen durch die dunkle Jahreszeit
Wer kennt sie nicht die kleinen, roten Früchte, die man im Herbst  leuchtend rot an wildwachsenden Hecken finden kann? Gerade bei grauem Herbst- und Winterwetter sind sie ein schöner Farbtupfer und ein Highlight in der Natur. Aus Hagebutten lässt sich so allerlei "gesundes" und "schmackhaftes" zaubern. Mit ihrem Vitamin C Gehalt können die kleinen, roten Früchte einen Beitrag für ein starkes Immunsystem leisten.

Ob als Marmelade, als Tee oder in der Kosmetik als Traubenkern-Oel, die kleinen Früchtchen lassen sich für vielseitig nutzen.

Eine natürliche Vitamin C-Quelle
Hagebuttenpulver ist ein gut untersuchtes Nahrungsmittel. Unter den einheimischen Früchten hat die Hagebutte mit circa 500 mg pro100 g Hagebuttenpulver den höchsten Ascorbinsäuregehalt. Ihr Mark hat 20-mal mehr Vitamin C als Zitronen. Ihre Früchte sind reif an Provitamin A und B-Vitaminen. Ferner enthalten sie viele Mineralstoffe sowie die Spurenelemente Kupfer und Zink. Studien und Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass bei Gelenkarthrose die längerfristige Einnahme von Hagebuttenkernmehl  zu einer Verbesserung der Beschwerden führen kann. Aber auch für das Immunsystem und dem Bindegewebe ist Vitamin C wichtig. Hagebuttenpulver schmeckt gut im Müsli, oder Smoothie.

 

Brennnesseltee

Vor allem als Frühjahrskur wird die Brennnessel gerne eingenommen. In der Medizin ist sie ein wichtiges und oft verwendetes Heilkraut. Sie wirkt harntreibend und wird daher gerne bei Harnwegsinfekten empfohlen. Sie enthält hohe Mengen an Vitamin C , E , A und Mineralien. Auch ihr Eiweissgehalt ist sehr interessant.

Der Geschmack ist krautig mild. Der Tee regt Nieren und Stoffwechsel an.  Der Brennnessel wird eine entschlackende, blutreinigende und blutbildende Wirkung nachgesagt. So wird beschrieben, dass sie dazu beitragen kann, zu hohen Blutdruck und den Blutzuckerspiegel zu senken. Weiterhin soll sie entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken, wozu sie gerne bei Arthrose und Arthritis und Rheuma wirkungsvoll eingesetzt wird. Auch bei entzündlichen Darmerkrankungen, oder Leber und Galleproblemen wird sie gerne eingesetzt.  Der Pflanze wird nachgesagt, dass sie  das  Immunsystem stimmulieren kann, hier soll sie sogar in der Wirkung besser sein als Echinacea.  Bei Ekzemen und Akne wird sie gerne empfohlen, da sie das Hautbild verbessern und bei Allergien hilfreich sein kann.  Ein Tee aus der Pflanze kann innerlich und äußerlich eingesetzt werden. Auch wird die Brennnessel gerne in Kosmetik eingesetzt.

Bitte beachten: Nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit verwenden. Bei einer Durchspülungstherapie bitte zusätzlich viel Wasser trinken.

Wirkung: entzündungshemmend, harntreibend, blutbildend, blutreinigend

Bezugsquellen: Natur, Garten, Apotheke, Läden

Nährwertangaben Brennnessel ----> Die Brennnessel

Die vielseitige Brennnessel

Was diese tolle Pflanze alles kann ! Ich liebe diese Pflanze :-)  Zusammen mit dem Giersch gehört die Brennnessel zu meinen Lieblingspflanzen. Man sollte ihr unbedingt einen Platz im Garten geben.

Eigentlich müßte man ihr ein ganzes Buch widmen, so vielseitig ist sie einsetzbar. Von der Wurzel angefangen, über Stengel, Blätter und Blüten ist sie heilkräftig und vielseitig zu verwenden. Die Brennnessel eignet sich auch wunderbar als Wildkraut zum Verzehr. Als Tee hat sie zahlreiche heilende Eigenschaften. In der Kosmetik hat sie schon lange  als Haarwasser und Gesichtswasser Einzug gehalten.  Die im Herbst getrockneten Samen der Brennnessel sind wahre Kraftpakete und Energielieferanten und eine aus den Blättern und Stengeln hergestellte Brennnesseljauche ergibt einen hochwertigen, guten Dünger für Pflanzen und hilft gegen Pflanzen-Schädlinge.

Die Brennnessel hat eine entschlackende, blutreinigende und blutbildende Wirkung. Sie kann dazu beitragen, zu hohen Blutdruck und den Blutzuckerspiegel zu senken, was besonders für Diabetiker interessant sein kann. Weiterhin wirkt sie entzündungshemmend und schmerzlindernd, wozu sie gerne bei Arthrose und Arthritis wirkungsvoll eingesetzt wird. Auch bei entzündlichen Darmerkrankungen, oder Leber und Galleproblemen kann sie gut eingesetzt werden.  Die Pflanze kann das  Immunsystem stimmulieren, hier soll sie sogar in der Wirkung besser sein als Echinacea. Sie wirkt harntreibend und wird daher gerne bei Harnwegsinfekten empfohlen. Bei Ekzemen und Akne kann sie das Hautbild verbessern und kann bei Allergien sehr hilfreich sein, die sich über die Haut zeigen. Sie enthält hohe Mengen an Vitamin C , E , A und Eisen, 30-mal mehr als Kopfsalat. Die Brennnesselsamen enthalten viel Linolsäure, Vitamin E und Kartionoide. Weiterhin hormonähnliche Substanzen, die Libido fördernd sein sollen.

Bei Hungersnöten wurde gerne auf sie zurückgegriffen, da sie viel Eiweiss enthält. Heutzutage nimmt sie Einzug in Gourmetküchen, findet aber auch großen Anklang bei Veganern, oder Sportlern wegen ihrem hohen Eiweissgehalt .

Nährwerte und Kalorien (kcal) Brennessel je 100 g

ZusammensetzungTagesbedarf
(nach DGE od. RDA)
Energie: 49 kcal  
  206 kJ  
Wasser: 82.85 g  
Eiweiß: 5.50 g 70 g
Fett: 0.70 g max. 60 g
Kohlenhydrate: 4.80 g  
Ballaststoffe: 4.25 g 30 g
Vitamine
Vitamin A: 400.00 µg 800 µg 50.00%
Retinol: 0.00 µg 800 µg 0.00%
Beta-Carotin: 2400.00 µg  
Vitamin B1: 200.00 µg 1400 µg 14.29%
Vitamin B2: 150.00 µg 1600 µg 9.38%
Vitamin B3: 800.00 µg 18000 µg 4.44%
Vitamin B5: 300.00 µg 6000 µg 5.00%
Vitamin B6: 160.00 µg 2000 µg 8.00%
Vitamin B7: 0.50 µg 100 µg 0.50%
Vitamin B9: 18.00 µg 400 µg 4.50%
gesamte Folsäure: 30.00 µg  
freie Folsäure: 15.00 µg  
Vitamin B12: 0.00 µg 3 µg 0.00%
Vitamin C: 175.00 mg 100 mg 175.00%
Vitamin D: 0.00 µg 5 bis 10 µg 0.00 bis 0.00%
Vitamin E: 800.00 µg 12000 µg 6.67%
Vitamin K: 600.00 µg 70 µg 857.14%
Mineralstoffe
Calcium: 200.00 mg 1000 mg
Chlor: 150.00 mg 830 mg
Kalium: 400.00 mg 2000 mg
Magnesium: 40.00 mg 300 mg
Natrium: 80.00 mg 550 mg
Phosphor: 120.00 mg 800 mg
Schwefel: 40.00 mg  
Aminosäuren
Isoleucin: 165.00 mg  
Leucin: 329.00 mg  
Lysin: 275.00 mg  
Methionin: 83.00 mg  
Cystein: 44.00 mg  
Phenylalanin: 193.00 mg  
Tyrosin: 160.00 mg  
Threonin: 165.00 mg  
Tryptophan: 83.00 mg  
Valin: 220.00 mg  
Arginin: 220.00 mg  
Histidin: 72.00 mg  
Essentielle Aminosäuren (Summe): 2009.00 mg  
Alanin: 193.00 mg  
Asparaginsäure: 352.00 mg  
Glutaminsäure: 418.00 mg  
Glycin: 165.00 mg  
Prolin: 165.00 mg  
Serin: 165.00 mg  
Nichtessentielle Aminosäuren (Summe): 1458.00 mg  
Anteil pflanzliches Eiweiß: 5503.00 mg  
Harnsäure: 60.00 mg  
Purin-N: 20.00 mg  

Quelle: Nährwertangaben: "www.naehrwertrechner.de"

Bärenkräfte Dank Bärlauch

In unseren heimischen Laubwäldern kann man in feuchten, humusreichen Gebieten, den Bärlauch finden. Von März bis Mai hat er Saison und verströmt seinen feinen knoblauchähnlichen Geruch. Er ist als Wildpflanze unseren Kulturpflanzen den Lauchgewächsen, wie Zwiebel, Lauch, Knoblauch ähnlich. Aber vorsichtig beim Pflücken, man kann ihn leicht mit dem giftigen Maiglöckchen verwechseln. In vielen Geschäften wird der Bärlauch mittlerweile zum Kauf angeboten.

Die Germanen schrieben dem Bärlauch "Bärenkräfte" zu. Wegen seiner knoblauchähnlichen Substanzen wirkt der Bärlauch ähnlich wie der Knoblauch, aber er ist leichter bekömmtlich. Er wird gerne zur Reinigung der Blutgefäße und bei Arteriosklerose eingesetzt. Auch eine leicht senkende Wirkung bei Bluthochdruck und verdauungsfördernde, sowie keimtötende Eigenschaften werden dem Bärlauch zugeschrieben. Ähnlich wie der Knoblauch unterstützt der Bärlauch die Magen- und Darmtätigkeit. Er wirkt blutreinigend und blutdrucksenkend. Ätherische Öle, wertvolle Mineralsalze und viel Vitamin C machen den Waldlauch zu einer gesunden Delikatesse.

Längst hat das schmackhafte Wildkraut Einzug in die Küche gefunden. Ob als Pesto zubereitet, in Quark, Smoothies oder in einer Suppe. Auch als Frischpflanzensaft oder als Tinktur kann man ihn verwenden. Das leckere Kraut schmeckt zu zahlreichen Gerichten. Damit die gesunden Inhaltsstoffe des Bärlauchs nicht zerstört werden, sollte man ihn am besten frisch verwenden und nicht zu lange kochen.

> Bärlauchrezepte

 

   
   

 

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Ganzjährige Vitamine von der Fensterbank

Einfach mal die Wurst weglassen und dafür Kresse auf`s Brot. Kresse ist einfach zu züchten, sie wächst sogar auf Watte oder Küchenpapier. Das grüne Kraut schmeckt fein würzig. Gartenkresse enthält Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Kalzium und Eisen.

Auf`s Brot, zu Quark oder Saucen ....

Kresse am besten frisch ernten. Dazu das Kraut knapp über der Erde mit einer Schere abschneiden. Anschließend waschen. Gartenkresse schmeckt würzig und leicht scharf. Als Gewürzkraut ist sie beliebt in Brotaufstrichen (Pesto) und schmeckt besonders gut mit Frischkäse oder Quark. Klassisch ist ein Butterbrot mit Kresse. Salate und Eierspeisen verleiht sie eine würzige Note. Auf frische Tomaten gestreut, oder in Smoothies verarbeitet ist sie ebenfalls sehr lecker.

   

 

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Eine Heilpflanze und essbares Wildkraut

 Rotklee wächst überall auf unseren Wiesen. Die hübschen, roten Blütenköpfe sind bei einigen Faltern,  Bienen und Hummeln  sehr beliebt und ist eine süße Nahrungsquelle.

Natürliche Phytoöstrogene für die Frau

Rotklee wird nicht nur in Wechseljahren, sondern im  normalen Zyklusgeschehen einer Frau eingesetzt. Er enthält Isoflavone, sogenannte pflanzliche Phytoöstrogene, die den weiblichen Östrogen sehr ähnlich sind. Bei Krämpfen, schmerzhafter Menstruation (Dysmenorrhoe) und bei Prämenstruellem Syndrom (PMS) und in den Wechseljahren wird Rotklee gerne empfohlen und soll dabei helfen u.a. lästige Hitzewallungen zu reduzieren. Darüber hinaus hat Rotklee noch andere positive Eigenschaften: Rotklee soll weiterhin den Cholesterinspiegel bei Herzkreislauferkrankungen und Arteriosklerose senken.
Weiterhin wird er auch zur Blutreinigung und Unterstützung für den Stoffwechsel, bei Hauterkrankungen und unreiner Haut eingesetzt.

Teezubereitung mit frischen Blüten: Pro Tasse 4 bis 6 rote Blütenköpfchen mit heißem Wasser übergießen. Für eine Kur empfiehlt sich etwa 3 bis 4 Tassen täglich über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen zu trinken.

Wildkräuterküche

In Kräuterbutter verarbeitet, in Essig, oder Öl, oder als hübsche essbare Dekoration sind Rotkleeblüten eine gesunde Bereicherung.